Freitag, 28. August 2009

Kindergarteneingewöhnung – 1. Waldtag

Donnerstags ist Waldtag für uns Kleinen. Mama war mit dabei. Erst sind wir zu spät gekommen, sind dann aber hinterhergegangen und haben sie recht bald eingeholt. Wir haben dann draussen gefrühstückt und dann durften wir spielen. Ich hab die Mama gar nicht so gebraucht, nur wenn ich mich sehr unsicher gefühlt habe, bin ich kurz zur ihr hin, habe kurz gekuschelt und bin dann wieder spielen gegangen.

Zurück mußten alle an einer Leine gehen, nur ich nicht! Sah komisch aus. Der Waldtag hat Spaß gemacht und Papa hat uns wieder abgeholt. Na, dem hatte ich aber was zu erzählen.

Donnerstag, 27. August 2009

Kindergarteneingewöhnung – Tag 1 - 3

Tag 1 – Grundphase

Obwohl ich jetzt eine Pause von vier Wochen hatte, wollte ich doch wieder in den Kindergarten. Alles sah ganz anders aus und wir “Kleinen” haben einen neuen Gruppenraum. Der ist toll!

Ich habe hübsche Weihnachtsstempel entdeckt, gemalt und gekocht. Mamas Nähe brauchte ich nicht so sehr, es hat mir gereicht, daß sie da war. Frau H., meine Erzieherin, habe ich weitestgehend ignoriert. Ich wollte spielen. Papa hat uns dann nach einer Stunde abgeholt, fand ich Klasse! Zum Abschied habe ich dann nur kurz gewunken.

Es war noch ein “Kleiner” zum ersten Mal alleine da. Wow, hatte der eine Ausdauer beim Heulen. Wäre mir fast zu anstrengend, aber Mama war ja eh da und ich brauchte ja nicht rumflennen.

Tag 2 – Grundphase mit erstem Trennungsversuch

Ich  weiß jetzt wo alles ist und die Mama habe ich auch weitgehend nach den ersten Minuten ignoriert. Ich habe mich alleine beschäftigt und auch das ein oder andere Wort mit Frau H. gewechselt. Dann kamen die beiden auf die Idee, daß die Mama doch kurz in den Penny wollte und ich sollte alleine im Kindergarten bleiben.

War heftig, Mama hat sich kurz verabschiedet, mich gebeten auf ihre Tasche aufzupassen und schwupps, weg war sie. Da habe ich aber gebrüllt und geweint. Ich glaube, ich verstehe jetzt auch die anderen “Kleinen”, die immer weinen. Schon blöd, wenn die Mama einfach weg ist. Frau H. hat mich dann auf den Arm genommen und wollte mich trösten. Kann ja wohl nicht sein, das ist Mamas Job! Ich habe dann aber trotzdem nicht mehr sehr dolle geweint.

Nach ca. 10 Minuten war Mami wieder da. Da hatte ich schon aufgehört. Alle haben mich gelobt, ich habe noch ein bisschen gespielt und dann sind wir nach Hause gegangen. Außerdem durfte ich mir ein Symbol für meinen Sachenhaken aussuchen. Natürlich habe ich den Traktor genommen.

Mama hat mir dann später erzählt, daß sie gar nicht wirklich weg war, sondern mich von draussen aus die ganze Zeit beobachtet hat und sofort gekommen wäre, wenn ich mich nicht von Frau H. hätte trösten lassen. Sie stand nämlich hinter einem Baum und hat “gestalkt”. Irgendwie tröstlich!

Tag 3 – erste längere Trennung

Mama hat gleich gesagt, daß sie heute wieder weg geht. Ich wollte trotzdem in den Kindergarten. Heute hatte ich meine neuen, tollen Hausschuhe dabei und mußte sie gleich allen zeigen. Dann habe ich ein bisschen gespielt. Nach ca. zehn Minuten sagte Mama dann, daß sie schnell nach Hause fährt den Papa holt, sie mir dann ein Überraschungsei kaufen gehen und ich solle hier warten. Fand ich anfangs okay, ich habe mich sogar mit Küsschen von ihr verabschiedet, aber dann doch plötzlich Angst bekommen. Was ist wenn sie doch nicht wieder kommt? Sie hat mir aber versprochen, ganz, ganz bestimmt mit dem Papa zu kommen und auch wieder ihre Tasche da gelassen.

Frau H. hat mich dann wieder auf den Arm genommen weil ich so weinen mußte und Mama habe ich noch durchs Fenster gesehen, wie sie ins Auto gestiegen und weggefahren ist.

Nach ca. einer halben Stunde waren Mama und Papa dann beide wieder da und alle haben mich über den grünen Klee gelobt. Ich hätte das ganz prima gemacht und sei ein toller, großerJunge. Nur ungefähr fünf Minuten hätte ich geweint, das wäre super gewesen, zumal weinen ganz normal ist.

Morgen ist dann mein erster Waldtag und Mama hat versprochen mitzukommen. Sie geht gar nicht weg. Außerdem waren wir noch im Decathlon einen tollen Rucksack kaufen und ich durfte dort Fahrrad fahren. War schön!

Ich gehe in den Kindergarten – Vorbemerkung

Nun bin ich ein Kindergartenkind.

Seit Juni/Juli habe ich mit Mama zusammen ganz oft “geschnuppert”. Ich habe sogar den örtlichen Rekord im schnuppern. Kein anderes Kind war so oft da wie ich. Waren in etwa so 15 Male. Aber das macht mir nichts und Mama ist sowieso der Meinung, ich solle mich wohl- und nicht abgeschoben fühlen.

Unser Kindergarten arbeitet nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell und in dieser Woche haben wir dann damit angefangen. Vorher war ja nur Pillepalle. Ich darf mir nämlich Zeit lassen. Außerdem wollte Mama abwarten. Nach den Sommerferien wurden nämlich zwei neue Untergruppen mit je sechs Kindern unter drei Jahren aufgemacht und es sind neue Räume dazu gekommen. Sie hielt es dann für besser erst danach mit der eigentlichen Eingewöhnung anzufangen, damit ich mich zurechtfinden kann und nicht umgewöhnen muß.

Recht hat sie…da gibt es ganz viele Heulkinder, die lieber ihre Mama haben wollen und wer hat dann Zeit für mich mir alles zu zeigen? Ich entdecke nämlich furchtbar gerne!

Ich hab keine Ahnung, blöde Kuh!

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Da haben mir Daniel und Tabea ja was beigebracht und vor allem: ICH LIEBE ES!

Blöde Kuh läßt sich immer und überall anbringen. Meine liebsten Sätze sind momentan:

  1. Ich hab keine Ahnung, blöde Kuh!
  2. Das ist nicht lustig, blöde Kuh!
  3. Räum auf, blöde Kuh!
  4. Lass mich, blöde Kuh!
  5. Geh da weg, blöde Kuh!
  6. usw. usf.

Mama ist gar nicht begeistert, muß manchmal aber doch schmunzeln, Papa amüsiert sich hingegen köstlich, meine Geschwister petzen immer und die Erzieherin im Kindergarten staunt, daß ich schon so gezielt die Wörter einsetze.

Pah! Ich kann noch viel mehr. Ich warte nur noch auf das neue, passende “böse Wort”.

Donnerstag, 20. August 2009

Ich will nussen

Was bitte schön, ist daran nicht zu verstehen?

Mama hat ziemlich blöd geguckt als ich das wollte. Ich mußte ihr sogar die Erdnüsse zeigen. Dann erst hat es bei ihr geklickt.

Ich will Eisen und ich will Chipsen hat sie dann zwar verstanden, aber ich hab weder das Eis noch die Chips bekommen. Stattdessen wollte sie mir Apfel und einen Gummibären andrehen. Pfff!

Na, macht nichts, frag ich nachher Papa.

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Haariges

Warum “dürfen”  eigentlich nur Mädchen einen Zopf? Ich will auch und zwar stundenlang. Ist ja auch viel luftiger.

P1010629 Irgendwann ist der blöde Haargummi raus gegangen und ich war ein wenig planschen. Mama meint, glattes Haar würde mir zwar auch stehen, sie fände aber die Lockenseite knuffiger. Ich habe den Kopf nämlich nur halbseitig ins Planschboot getaucht. Kind soll ja nicht übertreiben, zumal das Haare waschen bei mir ja auch eins der komplizerteren Dinge ist.

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Genug Sauberkeit für heute. Nach dem Schlafen matsch ich mich wieder richtig voll.

Dienstag, 18. August 2009

Es lebe der Terror

stöhnt sie rum, aber mach mal mit was ich hier heute durchmache:

Da kann Kind doch nicht ruhig und sonnig bleiben:

  1. Hat die Mama sich geweigert, heute nacht um halb vier, meinen heißgeliebten Shrek durch den DVD-Player zu jagen.
  2. Raus gehen und spielen wollte sie auch nicht mit mir. Die hat immer was von Schlaf gefaselt, dabei war ich doch wach. Nicht mal ein vernünftiges Gespräch ist zu Stande gekommen.
  3. Papa hat nicht gelacht als ich ihn lautstark und freudestrahlend mit dem bimmelnden Wecker in der Hand wach rüttelte. Dabei war das für mich doch der Startschuß…endlich Aufstehen und nicht mehr leise sein sollen.
  4. Wie kann Papa sich wieder weigern mich mit zur Arbeit zu nehmen? Das war bestimmt mein 197. Versuch auch arbeiten zu wollen. Immer wird man gebremst und dann kriegt man es auch noch mit Mama zu tun, die verlangt ich solle leise sein weil Daniel und Tabea noch schlafen. Pffff….die wurden extra geweckt.
  5. Mama ist aber auch soooo fies. Versucht heimlich mein Bettzeug zu waschen. Sie weiß ganz genau, daß ich das nicht mag. Da kann sie noch so viel über Notwendigkeiten reden. Immer wieder macht sie es und ich muß es dann wieder aus der Waschmaschine zerren. Also ehrlich, da soll Kind nicht wütend werden?
  6. Will sie doch tatsächlich die Mülltonne raus an die Straße bringen? Vorher im Gespräch hat sie sie mir noch geschenkt. Meine Mülltonne sollte aber wieder in den Schuppen. Alles soll da hin wo es hingehört. So habe ich es am Liebsten. Nix, sie hat nicht gehört und so mußte ich meiner Wut lautstark Ausdruck verleihen. Sollte dabei der/die ein oder andere aus der Straße dabei aus dem Schlaf geschreckt sein, tut es mir nicht leid. Ich bin schließlich schon seit Stunden wach.
  7. Die Mülltonne schenkt sie mir, das Wohnzimmer aber nicht. Da sollten dann Tabea und Daniel mit Spongebob gucken dürfen. Ich hab dann kurzerhand mein Organ wieder angeschmissen und sie sind genervt von dannen gezogen und haben lieber was in ihrem Zimmer gespielt.
  8. Zur Abwechslung wollte ich dann an Papas Notebook Youtube gucken. Leider muß einer meiner Erziehungsberechtigten dabei sein, alleine darf ich ja nicht mehr, nachdem ich einmal einen Browser gelöscht habe und an den Systemeinstellungen rumgeklickt hab. Auch sind mehr als 20 geöffnete Fenster seit Neuestem Tabu. Mama hatte keine Lust, angeblich wollte sie lieber den Kühlschrank innen putzen. Ich mußte ganz schön drohen und da das nicht klappte, habe ich einen Wutanfall erster Klasse bekommen.
  9. Der war aber gar nichts im Vergleich zu dem was abging, als Papa in der Frühstückspause kurz vorbei kam. Ich sag nur: Versuch 198. Ich hab dann einfach so ganz dolle dem Papa hinter her geweint. Eigentlich weiß ich ja, das er in der Mittagspause wieder kommt.

Ich glaube Mama hat die Nase voll. Die sagte eben irgendwas von heiter werden…fröhlich sah sie aber dabei nicht aus, vor allem als eben ihre Lieblingsvase vom Fensterbrett fiel. Ich hab die nur kurz angestuppst bevor ich mich aufs Sofa verzogen habe. Kommen will sie auch nicht mehr. Ich soll ab jetzt meine Dudus, Fernbedienung, Trinken, Decke, usw. selber holen und am besten die Klappe halten.

Fragt sich bloß, wer hier heute wen terrorisiert.

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