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Donnerstag, 8. Oktober 2009

verschlepptes Kindergartenkind

Wenn es so etwas gibt, dann bin ich es. 

Mama war gestern beim Elternabend im Kindergarten und hat mir danach “angedroht”, daß ich ab Montag wieder hin muß und das auch noch regelmäßig. Sie will schließlich auch wieder arbeiten und überhaupt sollten wir froh sein, den Platz zu haben. Es werden momentan keine Kinder mehr aufgenommen, die Plätze sind bis 2011 komplett ausgebucht und da passe ich mit meiner “Heute will ich nicht – Mentalität” nicht rein.

Na, das kann ja was werden, wenn es nicht mehr nur nach meinem Kopf geht.

Freitag, 25. September 2009

Anfassen? Nein, danke!

Gestern sollte ich zum ersten Mal alleine mit zum Waldtag. Ich hatte mich schon gefreut, aber als ich dann an der Hand von Frau H. laufen sollte, habe ich blockiert. Ich lasse mich nicht so gerne an die Hand nehmen und wenn, dann höchstens von Mama und Papa.

An das Seil wollte ich auch nicht. Ich bin halt Individualist  und kein Hund oder Herdentier.

Da mußte ich bei den Großen alleine im Kindergarten bleiben. Fand ich nicht weiter schlimm. Frau F. ist ja auch sehr nett und wir haben draussen gespielt.

Mami und Frau H. meinen das wird schon, ich muß mich nur sicherer fühlen und “Anschluß” finden…was auch immer das ist.

Mittwoch, 23. September 2009

1. offizieller Kindergartentag

Ab heute ist es amtlich: Ich bin ein Kindergartenkind.

Nach monatelanger Eingewöhnung mit Mama zusammen (sie hat sich schon gefragt, wer denn eigentlich von uns beiden in den Kindergarten soll), scheint es vollbracht zu sein und ich habe den Kindergartenplatz “gewonnen”.

Es waren alle mächtig stolz auf mich. Ich habe nur ganz kurz bei der Verabschiedung geweint und dann einfach gespielt. So wie Mama es eigentlich vorhergesehen hat, auch wenn sie heimlich schon nach 10 Minuten am Fenster gespickt hat.

Als sie mich abgeholt hat, haben sie und Frau H. noch ein bissel über mich geredet. Hää… die denken wohl auch, ich hätte keine Ohren?

Es wäre so, als wenn ich schon immer hier rein gehöre, Mama hätte Recht mit ihrer Behauptung, das Weinen wäre für mich nur verschwendete Energie und mir auf Dauer zu doof und überhaupt sei ich Klasse und hätte das prima gemeistert. Sowas hört Kind doch gerne.

Auf jeden Fall hat Mama heute nun auch den letzten Schritt vollzogen, indem sie Windeln, Feuchttücher, Wechselsachen, Ordner, Waldkissen..usw. mitgebracht hat.

Morgen ist übrigens mein erster Waldtag…ohne Mami.

Freitag, 28. August 2009

Kindergarteneingewöhnung – 1. Waldtag

Donnerstags ist Waldtag für uns Kleinen. Mama war mit dabei. Erst sind wir zu spät gekommen, sind dann aber hinterhergegangen und haben sie recht bald eingeholt. Wir haben dann draussen gefrühstückt und dann durften wir spielen. Ich hab die Mama gar nicht so gebraucht, nur wenn ich mich sehr unsicher gefühlt habe, bin ich kurz zur ihr hin, habe kurz gekuschelt und bin dann wieder spielen gegangen.

Zurück mußten alle an einer Leine gehen, nur ich nicht! Sah komisch aus. Der Waldtag hat Spaß gemacht und Papa hat uns wieder abgeholt. Na, dem hatte ich aber was zu erzählen.

Donnerstag, 27. August 2009

Kindergarteneingewöhnung – Tag 1 - 3

Tag 1 – Grundphase

Obwohl ich jetzt eine Pause von vier Wochen hatte, wollte ich doch wieder in den Kindergarten. Alles sah ganz anders aus und wir “Kleinen” haben einen neuen Gruppenraum. Der ist toll!

Ich habe hübsche Weihnachtsstempel entdeckt, gemalt und gekocht. Mamas Nähe brauchte ich nicht so sehr, es hat mir gereicht, daß sie da war. Frau H., meine Erzieherin, habe ich weitestgehend ignoriert. Ich wollte spielen. Papa hat uns dann nach einer Stunde abgeholt, fand ich Klasse! Zum Abschied habe ich dann nur kurz gewunken.

Es war noch ein “Kleiner” zum ersten Mal alleine da. Wow, hatte der eine Ausdauer beim Heulen. Wäre mir fast zu anstrengend, aber Mama war ja eh da und ich brauchte ja nicht rumflennen.

Tag 2 – Grundphase mit erstem Trennungsversuch

Ich  weiß jetzt wo alles ist und die Mama habe ich auch weitgehend nach den ersten Minuten ignoriert. Ich habe mich alleine beschäftigt und auch das ein oder andere Wort mit Frau H. gewechselt. Dann kamen die beiden auf die Idee, daß die Mama doch kurz in den Penny wollte und ich sollte alleine im Kindergarten bleiben.

War heftig, Mama hat sich kurz verabschiedet, mich gebeten auf ihre Tasche aufzupassen und schwupps, weg war sie. Da habe ich aber gebrüllt und geweint. Ich glaube, ich verstehe jetzt auch die anderen “Kleinen”, die immer weinen. Schon blöd, wenn die Mama einfach weg ist. Frau H. hat mich dann auf den Arm genommen und wollte mich trösten. Kann ja wohl nicht sein, das ist Mamas Job! Ich habe dann aber trotzdem nicht mehr sehr dolle geweint.

Nach ca. 10 Minuten war Mami wieder da. Da hatte ich schon aufgehört. Alle haben mich gelobt, ich habe noch ein bisschen gespielt und dann sind wir nach Hause gegangen. Außerdem durfte ich mir ein Symbol für meinen Sachenhaken aussuchen. Natürlich habe ich den Traktor genommen.

Mama hat mir dann später erzählt, daß sie gar nicht wirklich weg war, sondern mich von draussen aus die ganze Zeit beobachtet hat und sofort gekommen wäre, wenn ich mich nicht von Frau H. hätte trösten lassen. Sie stand nämlich hinter einem Baum und hat “gestalkt”. Irgendwie tröstlich!

Tag 3 – erste längere Trennung

Mama hat gleich gesagt, daß sie heute wieder weg geht. Ich wollte trotzdem in den Kindergarten. Heute hatte ich meine neuen, tollen Hausschuhe dabei und mußte sie gleich allen zeigen. Dann habe ich ein bisschen gespielt. Nach ca. zehn Minuten sagte Mama dann, daß sie schnell nach Hause fährt den Papa holt, sie mir dann ein Überraschungsei kaufen gehen und ich solle hier warten. Fand ich anfangs okay, ich habe mich sogar mit Küsschen von ihr verabschiedet, aber dann doch plötzlich Angst bekommen. Was ist wenn sie doch nicht wieder kommt? Sie hat mir aber versprochen, ganz, ganz bestimmt mit dem Papa zu kommen und auch wieder ihre Tasche da gelassen.

Frau H. hat mich dann wieder auf den Arm genommen weil ich so weinen mußte und Mama habe ich noch durchs Fenster gesehen, wie sie ins Auto gestiegen und weggefahren ist.

Nach ca. einer halben Stunde waren Mama und Papa dann beide wieder da und alle haben mich über den grünen Klee gelobt. Ich hätte das ganz prima gemacht und sei ein toller, großerJunge. Nur ungefähr fünf Minuten hätte ich geweint, das wäre super gewesen, zumal weinen ganz normal ist.

Morgen ist dann mein erster Waldtag und Mama hat versprochen mitzukommen. Sie geht gar nicht weg. Außerdem waren wir noch im Decathlon einen tollen Rucksack kaufen und ich durfte dort Fahrrad fahren. War schön!

Ich gehe in den Kindergarten – Vorbemerkung

Nun bin ich ein Kindergartenkind.

Seit Juni/Juli habe ich mit Mama zusammen ganz oft “geschnuppert”. Ich habe sogar den örtlichen Rekord im schnuppern. Kein anderes Kind war so oft da wie ich. Waren in etwa so 15 Male. Aber das macht mir nichts und Mama ist sowieso der Meinung, ich solle mich wohl- und nicht abgeschoben fühlen.

Unser Kindergarten arbeitet nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell und in dieser Woche haben wir dann damit angefangen. Vorher war ja nur Pillepalle. Ich darf mir nämlich Zeit lassen. Außerdem wollte Mama abwarten. Nach den Sommerferien wurden nämlich zwei neue Untergruppen mit je sechs Kindern unter drei Jahren aufgemacht und es sind neue Räume dazu gekommen. Sie hielt es dann für besser erst danach mit der eigentlichen Eingewöhnung anzufangen, damit ich mich zurechtfinden kann und nicht umgewöhnen muß.

Recht hat sie…da gibt es ganz viele Heulkinder, die lieber ihre Mama haben wollen und wer hat dann Zeit für mich mir alles zu zeigen? Ich entdecke nämlich furchtbar gerne!